Spende für TARGET: Gegen Genitalverstümmelung bei vielen Mädchen in Afrika


Target Genitalverstuemmelung

Weihnachten und Jahresende sind gute Anlässe um, anderen, denen es nicht so gut geht wir uns, zu helfen und spenden. Falls Sie einen Verein suchen, den Sie unterstützen möchten, kann dieser Beitrag für Sie eine Inspiration sein. Auch dieses Jahr überwies ich ein Teil meines Einkommens an TARGET, eine Menschenrechtsorganisation, die sich gegen weibliche Genitalverstümmelung in Afrika direkt am Ort des Geschehens einsetzt.

Warum unterstütze ich gerade dieses Projekt? Millionen von Frauen und werden in vielen Teilen der Welt unterdrückt, ausgebeutet und immer noch wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Einer der erschreckenden und traurigen Höhepunkte besteht in der gewalttätigen Genitalverstümmelung, die als „Glaubensritual“ auf brutale Art und Weise, ohne Betäubung und Hygiene oder Nachversorgung bei unschuldigen jungen Mädchen durchgeführt wird. Der Hintergrund ist, dass Frauen keine sexuelle Lust oder Befriedigung während des Geschlechtsaktes empfinden sollten.

Oft nur sieben oder achtjährigen Mädchen werden entweder die Klitoris oder Schamlippen und Klitoris mit einer Rasierklinge brutal entfernt. Bei letzterer Methode bleibt den Mädchen und jungen Frauen eine Öffnung so groß wie ein Reiskorn, urinieren dauert eine halbe Stunde, die Regelblutung 15 Tage. Ein Drittel der Mädchen verblutet, alle Mädchen erleiden ein Trauma, das sie ein Leben lang begleitet und dazu führt, dass jede Art von Sexualität zur Qual wird. Der Schaden, den die Mädchen physisch und psychisch erleiden, ist verheerend. Sie werden nie wieder ein normales, unbekümmertes Leben führen können.

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Täglich werden 8000 Mädchen ihrer Genitalien und damit ihrer Würde beraubt. Alle elf Sekunden eins. Weltweit sind 150 Millionen Frauen betroffen. In manchen Teilen Afrikas besteht diese Tradition schon seit 5000 Jahren… Dieses Verbrechen will TARGET beenden.

Warum habe ich mich für TARGET entschieden? Die Menschenrechtsorganisation TARGET wurde im Jahre 2000 von c gegründet und hat es sich zum Ziel erklärt, die Genitalverstümmelung zu bekämpfen, ohne gegen die Tradition oder Eigenständigkeit der Menschen vor Ort zu verletzen. TARGETs Haltung ist weder missionarisch noch „überheblich westlich“, deswegen vertrauen dem gemeinnützigen Verein auch Muslime. Die Opfer werden betreut und versorgt, die ehemaligen „Beschneiderinnen“ erhalten eine Umschulung und den Vorbetern der örtlichen Moscheen wird ein Buch überreicht, in dem sich wichtige Persönlichkeiten des Islams wie Fatwas oder Großmuftis gegen den Brauch aussprechen.

Beratend stehen TARGET die Universität in Kairo, der Zentralrat der Muslime in Deutschland, deutsche Botschaften und hochrangige islamische Autoritäten zur Seite. TARGET handelt direkt am Ort des Geschehens und ohne große Bürokratie. Falls Sie mehr über dieses Thema erfahren wollen, können Sie sich auf der Website www.target-nehberg.de informieren oder die Geschichte einer berühmten Betroffenen im Buch „Die Wüstenblume“ lesen.

Ich bin froh und dankbar, dass ich in Europa geboren bin und die Möglichkeit habe, das Projekt sowohl finanziell als auch inhaltlich zu unterstützen. Ich danke jetzt schon allen Spender im Namen vom TARGET und vor allem der Opfer dieses grausamen Brauches für jeden Beitrag und würde mich auch über die Verbreitung des Projekts freuen.