#24 Neun Tipps zur interkulturellen Kommunikation in den USA


Interkulturelle Kompetenz: So gehst Du erfolgreich mit den US Amerikanern um

Um den „American Dream“ als Deutscher in den USA zu realisieren, ist interkulturelle Kompetenz notwendig. Denn die Fähigkeit, mit Menschen aus anderen Kulturen angemessen zu interagieren und zu kommunizieren, trägt deutlich zum persönlichen und geschäftlichen Erfolg in den Staaten bei. In dieser Folge gehe ich deshalb den kulturellen Unterschieden zwischen den Deutschen und den US Amerikanern auf den Grund. Dazu habe ich für Dich neun wichtige Tipps zusammengestellt, die Dir während Deines Auslandsaufenthalts in den USA helfen sollen.

Viel Spaß und wertvolle Erkentnisse beim Anhören

Den interkulturellen Podcast „Deutschland und andere Länder“ gibt es auch unter:

https://itunes.apple.com/us/podcast/id1366874160

https://open.spotify.com/show/1x1qkOIpBPOgW23GdzTCrS?si=6gp_-lqwQd6uVEA4HzGKcQ

 

Zusätzlich gibt es hier die Folge zum Nachlesen:

Deutschland und andere Länder mit Anna Lassonczyk“ – Der erste und einzige Podcast in Deutschland, Österreich und der Schweiz, der sich mit interkultureller Kommunikation beschäftigt, spannende Impulse über fremde Länder liefert, entfernte Kulturen näher bringt und erfolgreiche Menschen mit internationaler Erfahrung interviewt.

Heute geht es um kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA. Du bekommst neun Tipps zur interkulturellen Kommunikation mit den US-Amerikanern. Mit diesen Tipps wird es für Dich einfacher, Deinen eigenen „American Dream“ im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu verwirklichen.

Tipp Nummer eins: Mach Komplimente und lobe die Amerikaner zum Beispiel für die Größe des Büros Deines amerikanischen Geschäftspartners. Tabu sind Kritik und Komplimente zum Aussehen. Denn es kann möglicherweise als eine sexuelle Belästigung missverstanden werden. Sei hier bitte lieber vorsichtig mit Deinen Meinungsäußerungen, auch wenn es um eine positive Meinung geht.

Der zweite Tipp lautet: Sei vorsichtig gegenüber der oberflächlichen Vertrautheit. Die amerikanische Grammatik kennt kein „Sie“. Das amerikanische „you“ und sich beim Vornamen nennen, impliziert nicht automatisch die Vertrautheit, wie das in Deutschland interpretieren wird, wenn man sich duzt. Amerikaner wirken in ihrer Art höflich und offen. Jedoch ist das nur oberflächlich angelegt. Um eine Beziehung aufzubauen, bedarf es längerfristigen Kontakt und Vertrauen. Sie gehören einer sogenannten Pfirsischkultur an, von der Du in der morgigen Folge mehr erfahren wirst. Sie haben eine weiche Schale und einen harten Kern, den es gilt, nach und nach aufzubrechen.

Dritter Tipp: Sei Dir mit den kulturellen Unterschieden bei der Zeit bewusst. Amerikaner erwarten Pünktlichkeit. Jedoch wird es als unhöflich angesehen, wenn jemand zu früh bei einem Termin erscheint. Vor allem ist das der Fall bei Abendveranstaltungen. Sie nehmen es mit der Pünktlichkeit nicht immer so genau und sind eher für ihre Kurzfristigkeit, Spontanität, Begeisterung für Veränderungen, Wertschätzung des Neuen und die Zukunftsorientiertheit bekannt. Das stellt einen Gegensatz zu asiatischen Kulturen dar, in denen eher das Bekannte, die Tradition und das Altbewährte geschätzt werden. Eine Tasse in Japan, die einen Riss hat, ist viel wertvoller als eine neue Tasse aus der Fabrik, weil letztere keine Seele hat. In Amerika hat das gleiche Produkt, das mit dem Stichwort „new“ versehen ist, mehr Bedeutung, auch wenn der Inhalt der Packung gleich ist.

Viertens: Die Amerikaner sind zwar sehr individualistisch und leistungsorientiert, doch es besteht auch ein Gemeinschaftsgeist freier Individuen. Ein Wettbewerb wird nicht negativ, sondern als eine positive Herausforderung betrachtet, um die eigene Leistung und das Können zu beweisen. Niederlagen werden würdevoll weggesteckt, getreu dem Motto: Hinfallen ist keine Schande, liegenbleiben schon. Selbstmitleid und Jammern sind ein absolutes No-Go.

Mein fünfter Tipp an Dich: Unterschätze niemals das Networking. In den USA werden Harmonie und Beziehungen sehr großgeschrieben. Nehme Dir also für den Smalltalk mit den Kollegen ausreichend Zeit und akzeptiere auch eine Einladung zum Essen, sogar in jemandes Haus. Es ist nicht unüblich, zu einem Barbecue mit der Familie eingeladen zu werden.

Tipp Nummer sechs: Lege Geschäftstreffen, wenn möglich, nicht auf den Abend, sondern auf den Tag. Tendenziell arbeiten Amerikaner abends zwar deutlich länger, doch nach getaner Arbeit freuen sie sich nach Hause zu ihrer Familie und zu persönlichen Hobbys zu kommen.

Siebtens: Tabuthemen bei Geschäftsessen und im Allgemeinen sind Politik, Rasse, Religion und Sex. Wir in Deutschland sind es gewohnt, in die Sauna ohne Kleidung zu gehen, um dort zu schwitzen. Für die Amerikaner, mit denen ich hier in Deutschland gesprochen habe, war es ein Schock, dass man sich zum Beispiel auch im Fitnessstudio unter Menschen des gleichen Geschlechts vollständig entblößt zeigt und nicht in die Umkleidekabine geht. Sei bei einem Geschäftsessen dankbar und äußere diese Dankbarkeit mit viel Energie und Enthusiasmus. Auch wenn es eine Kleinigkeit ist, ist es für die Amerikaner wichtig, dass es „awesome“, „amazing“, „great“ und „fantastic“ ist.

Den achten Tipp, den ich Dir mitgebe: Achtung vor den verschiedenen amerikanischen Maßeinheiten. Diese unterscheiden sich maßgeblich von unserem metrischen System. Beispielsweise gibt es zwar „Millionen“ als Wort, das sehr ähnlich im Amerikanischen ist. Das Wort „Milliarde“ haben sie jedoch nicht, dort bedeutet „Milliarde“„billion“. Beachte auch, dass sich die Kalenderwochen um eine Woche von unserer Zählweise unterscheiden können. Es wird nämlich dahingehend differenziert, ob wir die Woche eins dann beginnen, wenn es die erste Woche oder der erste Tag im Kalenderjahr war oder der erste Montag. Um sicherzugehen, macht es Sinn, ein konkretes Datum anzugeben. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Das Datum sollte im folgenden Format angegeben werden: erst der Monat, dann der Tag und dann das Jahr.

Neuntens: Sei selbstbewusst. Vielleicht ist Dir schon aufgefallen, dass Amerikaner als arrogant oder größenwahnsinnig wahrgenommen werden. Bereits den Kindern wird Selbstmarketing beigebracht. Sie lernen, ihre eigenen Stärken zu kennen und wie sie sich am besten verkaufen können. Durch viele Komplimente seitens der Eltern, Nachbarn und fremden Menschen, sogar bei den kleinsten Erfolgen, und durch das ständige Betonen von positiven Eigenschaften wird das Selbstwertgefühl gestärkt. Das prägt und hat zur folge, dass die Amerikaner selbstverliebt und überheblich auf andere Kulturen wirken. Der „American way of life“ wird auf der anderen Seite von den Amerikanern selbst mit Stolz betrachtet und mit einem gesunden Selbstbewusstsein befolgt. Merke Dir: Auch Du kannst stolz auf Dich sein. Du bist der Boss Deines eigenen Lebens und hast allein die Macht, Veränderung im eigenen Denken und Verhalten zu erreichen. Also: Kopf hoch, gerader Rücken und lächeln.

Jetzt bin ich neugierig: Welche Erfahrungen hast Du in den USA oder mit den Amerikanern gemacht? Ich freue mich auf Deine Kommentare. Wenn Du der Meinung bist, dass Du dank des Podcasts weiterkommst, freue ich mich sehr über Deine Bewertung auf iTunes. Wir hören uns morgen in der nächsten Folge, in der es um Pfirsisch- und Kokosnusskulturen gehen wird.

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