Tipps für mehr Gelassenheit im internationalen Geschäftsalltag


Gelassenheit ist die Basis für das psychische Gleichgewicht und für das souveräne Meistern von Herausforderungen in unserem Alltag. Sowohl Stress als auch Gelassenheit beginnen in unserem Kopf. Wir sind dafür verantwortlich, was wir zulassen und was nicht. Es liegt an uns, wie wir unser Leben gestalten. Auch wenn wir uns einige Umstände nicht ausgesucht haben, liegt es in unserer Hand, wie wir auf die reagieren. Auch wenn wir nicht ändern können, was uns passiert ist, haben wir immer Einfluss darauf, wie wir damit umgehen.

 

 

Stell Dir vor, Dein Geschäftspartner in Italien kommt zu spät zu Eurem vereinbarten gemeinsamen Termin. Ist ihm das Treffen nicht wichtig genug? Oder möchte er sich damit aufspielen und interessanter machen? Ohne Gelassenheit interkulturell kompetent zu agieren ist bei interkulturellen Begegnungen kaum vorstellbar. Dank innerer Ruhe begegnest Du den kulturellen Andersartigkeiten Deines Gegenübers angemessen und sicher.

 

Die Lockerheit und emotionaler Abstand helfen Dir nicht nur dabei, Deinen Alltag erfolgreich zu bewältigen, sondern viel mehr ermöglichen die, die problematische Situationen aus der Vogelperspektive und damit objektiver zu betrachten. Das kann Dir in verschiedenen weiteren Bereichen zu Gute kommen. In diesem Beitrag findest Du hilfreiche Tipps, wie Du zu mehr Gelassenheit in Deinem Alltag kommst und Deine Lebensqualität um ein Vielfaches verbessern kannst.

 

1. Nimm Dinge nicht zu persönlich! Es hilf dabei, einen kühlen Kopf zu bewahren und die nötige Distanz zu den Dingen zu gewinnen. Außerdem sind die meisten Menschen vorwiegend mit sich selbst beschäftigt und das was die sagen und machen hat weniger mit uns als mit denen selbst zu tun. Niemand ist in der Lage uns mit den Worten zu verletzten, es sein denn, wir lassen es zu. Deswegen versuche in anstrengenden Situationen das Problem/ die Herausforderung/ die Situation aus dem Blickwinkel der anderen Person bzw. aus der Vogelperspektive heraus zu betrachten. Manchmal haben auch wir die Scheuklappen oder so viertieft in eine Sache, dass wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Mit dem nötigen emotionalen Abstand schaffen wir es, ruhig und angemessen zu reagieren und die beste Lösung zu finden.

 

2. Atme tief durch… Ganz langsam ein und noch langsamer aus, um Ruhe zurückzubekommen. Danach bring Struktur in Deine Gedanken – gehe Schritt für Schritt vor, um Probleme zu lösen, indem du große Probleme verkleinerst und sie sortierst. (Kennst Du das Rätsel? „Wie isst man einen Elefanten?“ Die Antwort lautet: „Häppchen für Häppchen“) Lass dich nicht unter Druck setzen, auch nicht von der Zeit! Die folgende Atemübung ändert Dein Zustand garantiert: Tief einatmen, während Du in Gedanken bis 5 zählst), dann die Luft für 20 Sekunden anhalten und 10 Sekunden lang ausatmen. Ein paar Mal wiederholen und sich über die zurückgewonnene Ruhe freuen.

 

3. Finde Deine Energiequellen. Sei es Meditation, Yoga, Joggen oder Lesen eines erholsamen oder inspirierenden, nutze es als Ausgleich und zur Entspannung. Auch ein einfacher Spaziergang, eine Tasse Tee an einem ruhigen Ort oder ein Schaumbad können Wunder wirken! Umgebe Dich mit Personen mit positiver Energie und lasse Dich damit anstecken. Nimm Dir regelmäßig bewusst Zeit für Dich selbst. Leichter gesagt als getan, deswegen führe in Dein Leben diesem Zweck dienende Rituale ein und integriere die fest in Deinen Wochen- bzw. Tagesplan. Reserviere die kleine Auszeit für Dich wöchentlich an einem bestimmten Tag bzw. täglich zu einer bestimmten Uhrzeit. Trage es in Deinen Kalender ein und betrachte es als eine Verabredung mit Dir selbst. Zusätzlich schenk Dir jeden Morgen auch mal selbst ein Lächeln im Spiegel und bevor Du schlafen gehst, überlege was an dem Tag gut gelaufen ist und worauf Du stolz bzw. wofür Du dankbar sein kannst.

 

4. Bring Bewegung in Dein Leben! Power Dich aus und bewege Dich, um Stresshormone und eventuell auch im Körper angestaute Wut abzubauen. Nicht ohne Grund behaupten so viele Menschen von sich selbst süchtig nach Sport zu sein. Auch wenn es nur zwanzig Minuten entspanntes Laufen oder sogar Spazierengehen durch den Park ist, macht es einen riesigen Unterschied! Wer so in den Tag startet bzw. ihn beendet, hat nach und nach nicht nur einen anderen Körper, sondern ein anderes Leben. Du beweist auf diese Art Deine Selbstdisziplin, gewinnst mehr Respekt zu Dir selbst und Wertschätzung und Bewunderung in den Augen den anderen. Du strahlst Stolz, Selbstdisziplin und Erfolg aus.

Wenn Dir Gesellschaft Deiner Freunde und/oder Bekannte wichtig ist, kannst Du Dich mit denen zusammen tun, um die (neue) Gewohnheit zu etablieren. Du freust Dich auf Dein Training noch mehr und mit Deinen Freunden/ Bekannten könnt Ihr Euch zusätzlich gemeinsam unterstützen und gegenseitig motivieren. So ist es nicht nur einfacher und angenehmer anzufangen, sondern auf diese Art und Weise stellst Du auch sicher, dass Du dabei bleibst, weil Ihr jetzt aufeinander aufpasst und Du wahrscheinlich eher die Verabredungen mit jemand anderen einhältst als wenn Du Dich nur mit Dir selbst vereinbaren würdest. Wenn Du alleine spazieren gehst, kannst Du währenddessen mit Dir lieben und wichtigen Menschen telefonieren. Dafür kannst Du bereits im Voraus (insbesondere mit den Personen, die schwierig zu erreichen sind) die Telefontermine für die zum Spazierengehen angedachte Uhrzeit vereinbaren. So schlägst Du mehrere Fliegen mit einer Klappe: Du fühlst Dich  einer Personsparst Du Zeit, erledigst Deine Aufgabe und, bist stolz, motiviert und

Es sind nur ein paar Ideen. Finde für Dich heraus, was Dir die größte Freude bereitet und zu Deinem Wochen- bzw. Tagesplan am besten passt. Du kannst mit ein bis zwei Mal pro Woche Sport anfangen und nach einiger Zeit wirst Du es wahrscheinlich steigern wollen, weil es Dir so gut tut, Du Dich viel fitter und lebendiger fühlst und Du Bewegung in Deinem Leben nicht mehr missen willst.

 

5. Achte auf Deine Gesundheit und halte Dich fit, sowohl körperlich, wie auch geistig, frei nach dem Motto: „Gesunder Geist in gesundem Körper“. Dazu gehören nicht nur die bereits angesprochene nötige Dosis an Bewegung, sondern auch für die Gesundheit notwendige Erholungspausen und Schlaf, sowie ausgewogene Ernährung, das „Futter“ für Deinen Körper und Geist. Auch wenn ich persönlich eine grüne Kost mit dem beachtlichen Teil an frischem Gemüse und Obst bevorzuge, halte ich mich fern von weiterführenden das Essen betreffenden Ratschlägen zurück. Da sich teilweise unterschiedliche Theorien, die die gesunde Ernährung betreffen, gegenseitig ausschließen, appelliere ich an Deinen gesunden Menschenverstand und führe nur noch mein Grundprinzip ein: Wenn wir uns nach dem Essen müder fühlen als davor, dann haben wir den Sinn des Essens verfehlt, da der Sinn einer Mahlzeit ist, dem Körper die Energie nicht zu nehmen, sondern zu geben.

 

6. Nobody is perfect! Die anderen kochen auch nur mit Wasser. Akzeptiere Fehler und verzeihe Dir selbst. Richte Deinen Blick wieder auf die positiven Aspekte. Ein gewisser Gleichmut, Vogelperspektive bzw. emotionaler Abstand zu dem, was rund um passiert, helfen enorm. Halte Dich nicht zu lange damit auf, was schiefgelaufen ist, sondern schau nach vorne. Wer ist denn schon von Anfang an perfekt? Es geht im Leben nicht darum, kein einziges Mal hinzufallen. Entscheidend ist, dass wir jedes Mal wieder aufstehen, nach Möglichkeit mit einem breiten (inneren und/oder äußeren) Lächeln, auf jeden Fall aber mit neuen Erkenntnissen und reicher an Erfahrung. Wieviel Chancen geben wir einem Kind, das dabei ist Gehen zu lernen?

Es geht nicht darum, keine Fehler zu machen, sondern darum, aus denen zu lernen. Einer Anekdote nach hat Thomas Edison viele tausend Versuche gebraucht, ehe er die Glühbirne erfunden hatte. Nach sehr vielen gescheiterten Anläufen wunderten sich seine Mitmenschen, warum er nach so vielen Misserfolgen immer noch nicht aufgegeben habe. Edison soll darauf geantwortet haben: „Ich hatte keinen einzigen Misserfolg. Ich habe viele tausend Möglichkeiten entdeckt, die Glühbirne nicht zu erfinden.“

 

7. Reise. Vielen Menschen träumen davon, die Welt zu bereisen, jedoch wenige setzten es tatsächlich um. Dabei ist es oft einfacher, als es sich von der bequemen Wohnzimmer-Couch erscheinen mag. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Also nachdem Du diesen Artikel gelesen kannst, kannst Du einfach aus Neugier die Flüge zu Deinen beliebten Reise-Zielen prüfen. Ich empfehle statt Pauschal-Urlaube, das Reisen auf eigene Faust, die nicht nur abenteuerlicher sind, sondern uns erlaben, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen und die bis dato uns fremde Kultur zu erleben. So erweitern wir unsere Horizonte, üben uns darin, die Sicht aus der Vogelperspektive anzunehmen und sind oft nach der Rückkehr in der Lage, das, was wir in Deutschland haben, viel mehr zu schätzen zu wissen. Viele werden nach dem ersten Abenteuer in der Ferne süchtig danach, weil wir so begeistert und mit so vielen neuen Eindrücken zurückkommen, dass solche wilden Fernreisen zu unserer Gewohnheit und einem festen Bestandteil unseres Lebens werden. Bevor es soweit ist: Jede Reise beginnt bekannterweise mit dem ersten Schritt, also warte nicht auf Deine Pension, Rentenzeit oder eine passende Gelegenheit, sondern fange jetzt an, wenn Du noch voller Gesundheit und Energie die Reise genießen kannst und von den neuen Eindrücken, Dein restliches Leben profitieren kannst.

 

8. Konzentriere Dich auf das Positive. Was passiert ist, können wir nicht ändern, jedoch es liegt an uns, wie wir damit umgehen, wie wir es interpretieren und bewerten. Bekannterweise hat jede Medaille zwei Seiten. Wir können bewusst auswählen, worauf wir uns konzentrieren. Du denkst, es ist leichter gesagt als getan? Übung macht den Meister. Um Dich positiv auf den Tag einzustimmen, kannst Du jeden Morgen damit beginnen, Dir bewusst zu machen und im Gedanken oder auf dem Papier 10 Sachen aufzählen, für die Du gerade in Deinem Leben dankbar sein kannst zum Beispiel gesunde Augen, die die Schönheit der Welt bewundern können, Deine Decke, die Dich in der Nacht gewärmt hat, Zugang zum sauberen Wasser, die Tasse Tee, Deine Intelligenz/Deinen Ehrgeiz/ Dein Einfühlungsvermögen (oder irgendeine andere Eigenschaft, die Du in dem Moment an Dir selbst schätzt), Deine Freunde und Familie, die Freundlichkeit einer Dir unbekannter Person, einen Zufall oder eine schöne Überraschung, die Du neulich erfahren konntest, die schönen Erinnerungen aus dem letzten Urlaub, für den Bauer, der dazu beigetragen hat, dass Dein Kühlschrank voll ist, ohne dass Du selbst eine Kuh melken bzw. Obst und Gemüse pflücken musstest, die Bauarbeiter, die die Straßen vor Deinem Haus gebaut haben, Forscher, die zur Entdeckung des Stroms geführt haben… Wenn Du die Übung jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit im Gedanken machst, kannst Du damit rechnen, dass Dich bald Deine Kollegen auf Dein breites Lächeln, Deine gute Laune, gestiegene Ausstrahlung, innere Kraft oder mehr Energie ansprechen werden. Um ein Experte in der positiven Einstellung zu werden kannst Du zusätzlich abends vor dem Schlafen gehen in einem Notizblock, den Du auch „Erfolgsjournal“ nennen kannst, drei Dinge aufschreiben, die Dich positiv überrascht, glücklich oder stolz gemacht haben, freuten oder einfach gut gelaufen sind. Im Alltag ist und oft nicht bewusst, wieviel Schönes die Welt für Dich bereithält, dabei gibt es davon so viel! Die Übung kann Wunder bewirken und Du kannst Dich davon erst dann überzeugen, wenn Du es ausprobierst… Gibt es vielleicht sogar jetzt einen Stift und ein Block Papier in Deiner Nähe?

 

9. Baue Rituale in Deinem Alltag ein und nimm Dir Zeit dafür, seien sie noch so klein. Der morgendliche bewusst und genussvoll getrunkener Tee oder Kaffee, ein Spaziergang oder Sportkurs, Schaumbad und/oder 30 Minuten Lesen am Abend, die eben angesprochenen Dankbarkeitsübungen und Führen eines Erfolgsjournals, wiederkehrende Gespräche mit Deinem/r PartnerIn, Telefonate mit Deinen Freunden, regelmäßige Männer/Frauenrunde…   sie helfen Dir das Leben mehr zu genießen, Deine innere Ruhe wiederzufinden und Dein Leben im Balance zu halten. Die zusätzliche gute Nachricht ist, dass der Mensch ein „Gewohnheitstier“ ist. Wir brauchen nur am Anfang ein wenig Energie, um eine Tätigkeit zum festen Bestandteil Deines Tages/ Lebens zu machen. Sobald das Ritual etabliert wurde, läuft es automatisch. Ritualisierte Handlungen sind wir Balsam für die Seele und erlauben auch Deinem Gehirn Dich zu erholen, das nicht sich jedes Mal etwas Neues überlegen bzw. neu entscheiden muss.

 

 

Ganz im Sinne einer alten asiatischen Weisheit:

Achte auf Deine Gedanken, denn die werden zu Deinen Worten.

Achte auf Deine Worte, denn die werden zu Deinen Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn die werden zu Deinen Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn die formen Dein Charakter.

Achte auf Dein Charakter, denn er bestimmt über Deinen Schicksal!“