#44 „Buongiorno“ 7 Tipps zur interkulturellen Kommunikation mit Italienern   Kürzlich aktualisiert!


Interkulturell kompetent mit Italienern umgehen – in Deutschland und Italien

In der heutigen Folge verrate ich Dir, wie Du Dich kulturell kompetent in Italien verhältst ohne dabei dort in Fettnäpfchen zu treten, um leichter das zu erreichen was Du willst und die Hintergründe der kulturellen Unterschiede zwischen den Deutschen und die Italienern zu verstehen. Dazu erfährst Du u.a.:

+ Welche Bedeutung hat die Zeit in Italien?
+ Welche Rolle spielt körperliche Nähe?
+ In welchem Verhältnis stehen das Private und das Geschäftliche zueinander?
+ Inwiefern ist Italien von einem Hierarchiedenken geprägt?
Viel Spaß beim Anhören und la dolce vita 🙂

 

Viel Spaß und wertvolle Erkenntnisse beim Anhören

Den interkulturellen Podcast „Deutschland und andere Länder“ gibt es auch unter:

https://itunes.apple.com/us/podcast/id1366874160

https://open.spotify.com/show/1x1qkOIpBPOgW23GdzTCrS?si=6gp_-lqwQd6uVEA4HzGKcQ

 

Zusätzlich gibt es hier die Folge zum Nachlesen:

„Deutschland und andere Länder mit Anna Lassonczyk“ – Der erste und einzige Podcast in Deutschland, Österreich und der Schweiz, der sich mit interkultureller Kommunikation beschäftigt, spannende Impulse über fremde Länder liefert, entfernte Kulturen näher bringt und erfolgreiche Menschen mit internationaler Erfahrung interviewt.

Buongiorno“, „come stai“, „la dolce vita“ und „bella Italia“. In der heutigen Folge gebe ich Dir sieben hilfreiche Tipps für die interkulturelle Kommunikation mit Italienern – sowohl geschäftlich als auch privat.

Italien gilt zwar als Eurokrisenland, dennoch konnte es 2016 einen Exportüberschuss in Milliardenhöhe erzielen. Es ist nach Deutschland und den Niederlanden das Land mit dem dritthöchsten Handelsüberschuss der EU. Italienische Waren sind beliebter denn je, aber auch Italien als Urlaubsziel war noch nie so gefragt. Die herrliche Atmosphäre und „la dolce vita“ – deshalb fahren die Deutschen sehr gerne an die italienischen Meere, nach Rom, Venedig oder machen andere Städtetrips. Deshalb habe ich für Dich im Folgenden 7 wichtige Tipps für die interkulturelle Kommunikation in Italien zusammengestellt:

  1. Das Private und das Geschäftliche zu vermischen, ist in Italien gang und gebe. Ein gemeinsames Essen wird oft genutzt, um eine Beziehung und einen Kontakt aufzubauen bzw. zu vertiefen. Wunder Dich nicht darüber, dass das Geschäftsessen möglicherweise erst gegen 20 Uhr stattfindet, denn die Italiener essen in der Regel später zu Abend als wir. Wähle also einen späteren Zeitpunkt zum Essen, wenn Du jemanden einlädst, statt den Beginn des Essens gleich nach Sitzungsende am Nachmittag zu setzen. Die Pause dazwischen kannst Du für lockeres Plaudern mit den Italiener nutzen, dabei wird gerne über Persönliches geredet. Um nicht mit der Tür ins Haus zu fallen, warte lieber bis der Geschäftspartner vom Smalltalk zum Business übergeht, dann bist Du auf der sicheren Seite.
  2. Hierarchie und Stolz spielen eine große Rolle in Italien. Eine nicht vorhandene Entscheidungsbefugnis wird gerne überspielt. Stelle also im Vorhinein fest, inwieweit Dein Gegenüber tatsächlich nicht nur der Zuständige und Verantwortliche, sondern auch der tatsächliche Entscheidungsträger ist. Wenn Du auf eine Antwort wartest, beachte, dass Entscheidungen die verschiedenen Hierarchieebenen durchlaufen, bevor sie Dir mitgeteilt werden.
  3. Verspätungen sind in Italien kein Zeichen von Respektlosigkeit, sondern zeugen von einem entspannten Umgang mit Zeit. Hier ist auch Flexibilität gefragt. In den warmen Ländern fließt die Zeit einfach langsamer als bei uns. Plane im Vorhinein deshalb mehr Zeit für Deine Geschäfte ein. Im schlimmsten Fall hast Du Zeit, „la dolce vita“ zu genießen und „bella Italia“ zu besichtigen. Meistens ist es sowieso in den Plänen der Italiener, dass sie Dir die Stadt zeigen wollen, jedoch etwas Unerwartetes passiert. Das einzige, was sicher ist, ist dass nichts sicher ist.
  4. Wenn Du mit Deinem italienischen Geschäftspartner etwas Wichtiges oder Kompliziertes schnell klären willst, dann ziehe ein Telefonat einer E-Mail vor. Schriftliche Nachrichten werden oft ignoriert. Eine mündliche Kommunikation am Telefon oder sogar ein persönliches Treffen werden besonders bei schwierigen Angelegenheiten bevorzugt. Ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht ist viel üblicher als in hier zu Lande. Falls ein persönliches Treffen nicht möglich ist, erreichst Du Deine italienische Partner schneller über das Telefon als per Email. Zudem bekommst Du eher eine Zustimmung für das, was Du brauchst, wenn Du eine schöne persönliche Gesprächsatmosphäre erzeugst.
  5. Ein informeller, sehr freundlicher, oft humorvoller Umgang miteinander und ein lockeres Klima gehören zur italienischer Kultur, auch im Business. Das „Du“ wird Dir oftmals sofort zu Beginn einer Geschäftsbeziehung angeboten. Es wird auch viel länger und intensiver über Privates und Persönliches gesprochen.
  6. Wundere Dich nicht, wenn Dich ein Italiener körperlich berührt. Zur Begrüßung ist es üblich, dass sich umarmt wird und Küsschen gegeben werden. Die Distanz zwischen zwei Personen, die sich nicht kennen, ist geringer als das in Deutschland der Fall ist. Eine große physische Distanz hat zur Folge, dass ein Italiener uns als kalt oder reserviert empfindet.
  7. Italiener sind Meister der Improvisationskunst. Wo es an Struktur fehlt, machen die Italiener es mit Improvisation wieder wett. Wenn Du allerdings gemeinsam eine Veranstaltung planst, solltest Du aufpassen, denn die Italiener sind gerne kurzfristig, zeitnah und spontan in ihrer „Organisation“ bzw. Vorgehensweise. Anders ist es bei uns, wo viele Monate lang im Voraus geplant und genau festgelegt wird. Stelle von vornherein Verantwortlichkeiten klar, rechne allerdings damit, dass Dinge sich aufgrund der großen Flexibilität auch ändern können. Baue des Weiteren Zwischenschritte ein z.B. wöchentliche Meetings am Telefon und übe Deine Geduld. „Es wird schon irgendwie“, ist die Antwort, die häufig fällt. Entspanne Deine Nerven, denn Du kannst davon ausgehen, dass das meiste sowieso in der sprichwörtlichen letzten Minute erledigt wird und es wie mit einem Wunder trotzdem klappt.

Viel Spaß und Erfolg mit der interkulturellen Kommunikation in Italien!

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