#40 Live Mitschnitt: Vier Methoden, um mit interkulturellen Konflikten umzugehen 1/2


Vier verschiedene Einstellungen, die unser Weltbild prägen

Kennst Du auch diese Menschen, die immer gut gelaunt sind, egal was passiert? Und die, denen immer nur Schlechtes zu widerfahren scheint? In dieser Folge gehe ich der Sache auf den Grund und Du wirst erfahren:

+ dass eine simple Einstellungsänderung Dein Weltbild verändern kann
+ wie Du einen Mehrwert für Dich und die Gesellschaft erreichst
+ durch welchen einfachen Trick Du stärkere und bessere Beziehungen zu den Menschen in Deinem Umfeld aufbauen kannst
+ woran Du sofort erkennen kannst, zu welchem Menschentyp dein Gegenüber gehört

 

 

Viel Spaß und wertvolle Erkenntnisse beim Anhören

Den interkulturellen Podcast „Deutschland und andere Länder“ gibt es auch unter:

https://itunes.apple.com/us/podcast/id1366874160

https://open.spotify.com/show/1x1qkOIpBPOgW23GdzTCrS?si=6gp_-lqwQd6uVEA4HzGKcQ

 

Zusätzlich gibt es hier die Folge zum Nachlesen:

„Deutschland und andere Länder mit Anna Lassonczyk“ – Der erste und einzige Podcast in Deutschland, Österreich und der Schweiz, der sich mit interkultureller Kommunikation beschäftigt, spannende Impulse über fremde Länder liefert, entfernte Kulturen näher bringt und erfolgreiche Menschen mit internationaler Erfahrung interviewt.

Welche vier Möglichkeiten haben wir, mit Konflikten umzugehen, und welche vier verschiedenen Einstellungen können wir annehmen, wenn wir in einem anderen Land sind? Bevor ich diese Fragen beantworte, möchte ich kurz ansprechen, angelehnt an die Transaktionsanalyse, mit welchen vier verschiedene Grundeinstellungen wir durch die Welt gehen können:

Wir haben zwei Optionen, wie wir uns selbst betrachten, und wir haben zwei Optionen, mit welcher Einstellung wir anderen gegenübertreten können. Über uns selbst können wir denken: ich bin okay, oder wir können denken: Ich bin nicht okay. Genauso können wir über die anderen denken: Du bist okay, oder: Du bist nicht okay. Aus der Kreuzung dieser Möglichkeiten ergeben sich vier verschiedene Kombinationen. Die erste ist: Ich bin okay und du bist nicht okay. Was sind das für Menschen, die mit so einer Grundeinstellung durch die Welt laufen? Sie sind wahrscheinlich etwas überheblich, meinen, Sie sind die besten, Und wollen ständig rechthaben. Sie sind die sprichwörtlich „hochnäsigen“, also etwas arrogant und eingebildet.

Die zweite Kombination ist: Ich bin nicht okay, aber du bist okay. Diese Einstellungen haben wahrscheinlich Menschen, die etwas introvertiert sind, die ihre eigenen Bedürfnisse denen anderer unterordnen und die sich selbst für andere opfern. Diese Menschen meinen, dass die anderen etwas besser wissen und Vertrauen nicht sich selbst. Zum Beispiel würden Sie bei einem Meeting, auch wenn sie eine gute Idee haben, diese nicht äußern, weil sie glauben, dass sie den anderen nicht gefällt. Es mangelt ihnen an Selbstwertgefühl. Das können zum Beispiel Frauen sein, die seit Jahren von ihrem Mann geschlagen werden und das Gefühl haben, dass sie selbst daran schuld sind und sie etwas falsch gemacht haben.

Die dritte Möglichkeit ist: Ich bin nicht okay und du bist auch nicht okay. Dies sind Menschen, die weder von sich selbst noch von anderen überzeugt sind: Pessimisten und Außenseiter. Sie finden sich selbst und die ganze Welt blöd, sind sehr negativ und wahrscheinlich auch depressiv. Es bleibt uns die vierte Option: Ich bin okay und du bist okay. Ich hoffe, dass alle meine Zuhörer mit dieser Einstellung durch die Welt gehen und auch dabeibleiben. Diese Menschen leben nach dem Motto: Leben und leben lassen. Sie haben eine eigene Meinung und erlauben auch anderen, eine eigene Meinung zu haben, sind tolerant und schätzen sich selbst.  Sie streben nach der Verwirklichung Ihrer eigenen Träume und Wünsche.

Wie lassen sich jetzt diese vier verschiedenen Möglichkeiten aus der Transaktionsanalyse auf die Konfliktlösungsstrategie übertragen? Hier haben wir wieder zwei Achsen und vier Optionen. Auf der Y-Achse steht ganz oben die Wichtigkeit meiner eigenen Bedürfnisse. Auf der X-Achse steht rechts die Wichtigkeit der Bedürfnisse und Rechte anderer. Dementsprechend fangen wir wieder oben links an.

Wie wird sich also eine Person, deren Einstellung es ist: Ich bin okay du bist nicht okay, in einer Konfliktsituation verhalten? Sie wird versuchen, sich durchzusetzen, auf der eigenen Meinung beharren und die anderen mehr überreden als überzeugen. Unten rechts ist die Person einzuordnen, die denkt: Ich bin nicht okay, du bist okay. In einem Konflikt wird diese Person nachgeben und die eigenen Interessen denen der anderen Person unterordnen. Die Person unten links in dem Diagramm wird versuchen, den Konflikt zu vermeiden. Mit der Einstellung Ich bin nicht okay und du bist auch nicht okay ist ihr alles egal.

Viele Teilnehmer vermuten oft, dass die Person oben rechts mit der Einstellung ich bin okay und du bist okay einen Kompromiss finden wird. Der Kompromiss stellt allerdings die fünfte Möglichkeit da und wird in dem Diagramm genau in der Mitte eingeordnet, denn sowohl ich selbst als auch der andere muss auf einen Teil seiner Bedürfnisse verzichten. Oben rechts haben wir es mit einer WIN-WIN-Situation zu tun. Diese Person möchte mit der anderen zusammenarbeiten, sodass es nach dem Konflikt noch besser ist als zuvor. Sie achtet darauf, dass ihre eigenen Wünsche und Regeln beachtet werden und akzeptiert ebenso die Wünsche und Regeln anderer. Hier haben wir also eine WIN-WIN-Situation, im Vergleich zur WIN-LOSE-Situation oben links (Egoist) und der LOSE-WIN-Situation unten rechts (Selbstzweifelnder), und offensichtlich auch zu der LOSE-LOSE-Situation des Pessimisten unten links.

Morgen geht es weiter mit: „Vier Methoden, um mit interkulturellen Konflikten umzugehen“ Wenn Du Lust hast, teile es unten in den Kommentaren, in den sozialen Medien, auf der Website oder wo auch immer Du über diesen Podcast erfahren hast oder ihn Dir anhörst. Wenn Du interessant findest, was Du hier von mir zu hören bekommst, freue ich mich sehr als Dankeschön über eine Bewertung insbesondere auf iTunes.

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